Landstallmeister Dr. Axel Brock
mann nicht lange nachdenken müs
sen. Schließlich habe man ja bereits
im Bereich Springsport und mit Eva
Bitter beste Erfahrungen gemacht,
die mit Stakkato und vielen weiteren
Landbeschälern eine ganze Luftflotte
zum Abheben gebracht habe. „Ähn
lich ideal ließ sich die Zusammenar
beit mit Oliver Oelrich und Charlott-
Maria Schürmann im westfälischen
Lengerich an, da der Hengst durch
die nicht mal 25 Kilometer weit ent
fernte Station Rüscher-Konermann
in Greven auch weiterhin der Zucht
zur Verfügung steht.“
Dass Celler Hengste demnächst nur
noch von Externen geritten werden,
müsse aber niemand befürchten,
stellt Dr. Axel Brockmann klar: „Wir
haben selbst genügend hervorra
gende Reiter, die unsere Hengste
ausbilden und bis zur schweren
Klasse fördern können. Aber uns
fehlt durch die vielen Aktivitäten
des Landgestüts einfach die Zeit auf
dieser Ebene im Turniersport mit
zumischen.“ Daher rechtfertige sich
eine derartige Kooperation – für die
natürlich auch nicht jeder Hengst in
Frage komme. „Wennwir uns die Ver
erbung des Edward ansehen, dann
ist dies kein Fohlen-, sondern ein
Dressurpferdemacher.“ Für solch
einen Hengst entscheiden sich die
Züchter ganz gezielt, was auch die
Erfolge der jetzt in den Sport drän
genden Nachkommen erkläre. „Als
Landgestüt müssenwir uns hinsicht
lich unserer Hengste breit aufstellen
und Edward ist nicht nur für Dres
surpferdezüchter hochinteressant,
sondern durch seine Springgenetik
auch eine echte Alternative für die
Springpferdezucht.“
Dass Edward der Größte ist, daran
hegt seine Reiterin keinen Zweifel.
„Anfangs war
er fast noch
ein bisschen
schüchtern“,
lacht die Studentin der Betriebs
wirtschaft. Inzwischen habe er aber
an Selbstbewusstsein und Kraft
mächtig zugelegt und das Saison-
Ziel Louisdor-Preis für Nachwuchs-
Grand Prix-Pferde scheint, ange
sichts schon sehr gesetzter Pirou
etten, wie an der Schnur gezogener
Einerwechsel und ausdrucksvoller
Pi-Pa-Tour, realistisch. „Ammeisten
schätze ich an ihm, dass er jeden Tag
Spaß an der Arbeit hat und daran,
sich zu präsentieren.“ Frei nach dem
Motto: Ohren vor und los!
Die inzwischen sogar championats
versilberte Karriere des Edward –
damit hat Züchter Hans-Heinrich
Dittmer nicht gerechnet. Doch „sei
nem“ Hengst reist der rüstige Rent
ner, der die Zucht altersbedingt auf
geben musste, aber für das Celler
Landgestüt noch als Samenkurier
unterwegs ist, gerne hinterher – zu
letzt bis in die Frankfurter Festhalle
zum Finale des Burg-Pokals. Bei der
traditionellen Celler Hengstparade
im Herbst 2013 musste er auf einen
Auftritt von Edward verzichten, „und
das, obwohl ich sogar als Ehrengast
eingeladenwordenwar“, sagt Hans-
Heinrich Dittmer verschmitzt, hat
aber natürlich Verständnis dafür,
dass der Turniereinsatz vorging.
Aber auf Edward wartet jetzt das
internationale Grand Prix-Viereck –
und vielleicht ja sogar, schmunzelt
Dr. Axel Brockmann, Rio 2016!
Fotos: Becker
: LANDBESCHÄLER
Mehr über Edward:
Fotos, Video, Pedigree …
im Web.
http:
//
landgestuetcelle.de
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edward
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